Heringsangeln in Hvide Sande

Heringsangler an der Schleuse Fjordseite bei geschlossenen Schleusentoren
Alle Fotos: Peter Franzen

Hvide Sande

am Ausgang des Ringkøbing Fjords ist vielen Anglern bekannt durch das außergewöhnlich gute Heringsangeln im Bereich der Schleuse. Besonders gut sind die Chancen bei geschlosser Schleuse, wenn sich die Schwärme stauen und nicht weiterziehen können und auch die fehlende Strömung das Angeln angenehmer macht. Der Hering kommt in großen Schwärmen im April/Mai und Oktober-Dezember in den Fjord. Heringe können fast das ganze Jahr über gefangen werden, lediglich im Winter werden sie rar bis zum Beginn der neuen Laichzeit.



Hornhecht und Heringsausbeute

Hornhechte und Heringe

Im Mai / Juni werden sehr viele Hornhechte gefangen, auf Fischfetzen an der Posenmontage oder mit schlanken Blinkern. Schollen und Flundern gehen auf Wattwurm auf Grund - im Hafengebiet und von den Molen, Dorsche fängt man in den Wintermonaten, Makrelen im Sommer von den beiden Molen aus, Meeräschen im Hafengebiet an den Spundwänden, Wolfsbarsche südlich von Hvide Sande mit der Spinnangel in der Brandung (bei Ebbe kleine Steinriffs suchen).
Wer es auf Aale abgesehen hat, versucht es in der warmen Jahreszeit am besten mit Tauwurm an der Posenmontage im Mittelwasser. Dabei bleibt man verschont von den lästigen Strandkrabben, kann aber gute Aale fangen. Gute Stellen sind der Hafen und die Seeeite der Schleuse. Die Pose muß gar nicht weit ausgeworfen werden, häufig beißen die Aale direkt an der Spundwand.



Regenbogenforelle aus dem Ringkøbing Fjord

Kleine Regenbogenforelle aus dem Schleusenbereich

Wer Glück hat, kann eine stattliche Meerforelle oder gar einen Lachs fangen, aber diese Fänge sind eher seltener und als Zufallsfänge zu betrachten. In den Ringkøbing Fjord münden viele Bäche und Flüsse, die teilweise einen sehr guten Bestand an Lachs und Meerforelle haben. Die bekannteste ist die Skjern Au. Durch den Aufstieg vieler und auch kapitaler Lachse, stellt sie den hervorragenden Ruf dänischer Lachsgewässer wieder her.



Schöner Hecht aus dem Ringkøbing Fjord

Schöner Fjordhecht

Im südlichen Teil des Ringkøbing Fjordes zwischen der Einmündung der Skjern Au und Nymindegab sowie im nördlichen Teil zwischen Søndervig und Ringkøbing findet der Angler hervorragende Stellen für Barsch und Hecht. Die Räuber stehen im Schilf und können mit gut plazierten Würfen entlang der Schilfkante zum Anbiss verlockt werden.
Blinker, Spinner, Wobbler und Popper kommen zum Einsatz, wichtig ist ein flacher Lauf, da sonst Hänger am Untergrund vorprogrammiert sind. Also verwendet man schwimmende oder langsam sinkende Modelle. Auch beim Barschangeln sollte ein Stahlvorfach vorgeschaltet werden.
Es ist etwas schwierig, an die guten Stellen heran zu kommen, da oftmals der Uferbewuchs und schlammige Untergrund das Waten be- oder gar verhindern. Ein Boot oder Kanu leistet hier sehr gute Dienste.



Forellensee

Idyllischer Forellensee

Forellenseen braucht der Angler nicht lange zu suchen, er wird immer irgendwo einen finden. Wenn man mit dem Auto fährt, stößt man überall auf die Schilder, die zu den Put & Take Seen lotsen.

Und diese Seen sind naturbelassen und bieten idyllisches angeln. Häufig sind sie auch mit Sitzgelegenheiten ausgestattet, so dass auch ein Picknick mit der Familie eingeplant werden kann.



Wer weiter südlich in der Brandung angeln möchte, sollte an der Mündung der Henne Au wieder kehrt machen. Südlich des Einlaufs sickern Giftstoffe aus einer nahen Deponie ins Meer, der Verzehr der dortigen Fische kann gesundheitsschädigend sein.


Weite Landschaft in Jütland

Strandimpression

Was ist das ganz besondere hier?

Der Erholungssuchende findet idyllische Landschaft und Ruhe. Nachts, wenn auch die letzten Autos abgestellt sind, hört man keinerlei Zivilisationsgeräusche: keinen Zug, kein Flugzeug und selten noch ein Auto, nur den Wind in den Bäumen und Büschen und wer Glück hat, erfreut sich am Gesang der Nachtigall. Da keine Großstadt den Himmel erleuchtet, lohnt sich der Blick in einen ungetrübten Sternenhimmel, der eine kleine Vorstellung vom Universum und der Unendlichkeit erahnen lässt.



Walskelett in Nymindegab

Walskelett

Kultur:

In Nymindegab ist das präparierte Skelett eines Wals ausgestellt, der dort vor einigen Jahren gestrandet ist, ebenso auch in Esbjerg. Ribe hat eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten, besonders hervorzuheben ist dabei der beeindruckende Dom (und nach dem Stadtbummel kann man noch ein entspanntes Stündchen an der Ribe Au angeln).

Auch Ringkøbing ist schnell zu erreichen und bietet einen kurzweiligen Stadtbummel und ein breites kulturelles Angebot. In Søndervig sollte man sich Anfang Juli den HeringsJazz vormerken.


Anreise:

Sie erreichen die Westküste bequem über das gut ausgebaute Straßennetz Dänemarks. Die A7 geht direkt in die dänische Autobahn E45 über; an der Abfahrt 64 kurz hinter Kolding wechseln Sie auf die E20 Richtung Esbjerg. An der Abfahrt 73 fahren Sie Richtung Varde auf die B11, bei Varde auf die B161 Richtung Nymindegab und Hvide Sande.



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